Infothek

Ablation

das Abtragen, Entfernen

Abrasion

Abschaben; Abtragen von Material

Abstrich

med. Routinemaßnahme; Von der Haut- oder Schleimhautoberfläche wird zu diagnostischen Zwecken, d.h. zur Erkennung möglicher Krankheiten, Untersuchungsmaterial entnommen (z.B. mit Tupfern oder kleinen Spateln).

Abszess

Absonderung, Eitergeschwür

Adaption

Anpassung, Anpassungsvermögen

Adipositas

heißt auch Fettleibigkeit und meint ein schweres Übergewicht, welches als Gesundheitsstörung, bei der der Betroffene zu viel Fettgewebe besitzt, behandelt werden kann.

Aerosolinhalation

Inhalation, bei der das einzunehmende Medikament in feinste Teilchen zerstäubt wird, und so direkt über Lunge oder Bronchien besser aufgenommen werden kann.

Affekt

(lat. affectus = Gemütszustand); Gemütserregung; Relativ kurz andauerndes, stark ausgeprägtes Gefühl, wie zum Beispiel Freude, Angst oder Scham.

Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.

Aktivator

Kieferorthopädisches Behandlungsgerät, das die Muskelkräfte der Kaumuskulatur zur Kieferumformung und Bissverlagerung nutzt; wird zwischen Ober- und Unterkiefer platziert und ist herausnehmbar.

Akupunktur

Methode, bei der mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen wird. Die Methode basiert auf der Annahme, dass zwischen den einzelnen Körperorganen und der Haut Wechselwirkungen bestehen. Wissenschaftliche Erklärungen für belegbare Erfolge gehen davon aus, dass die Nadelstiche die Schmerzpforte im Stammhirn verschließen oder dass die Nadelreizungen schmerzlindernde körpereigene Endorphine (Stoffe mit opiatartiger Wirkung) freisetzen.

Akupunktur in der Zahnmedizin

Das Wort Akupunktur leitet sich aus den lateinischen Begriffen "acus" = Nadel und "pungere" = stechen her. Bei der Akupunktur wird mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen. Es gibt klassische Akupunkturpunkte, die auf den so genannten Meridianen liegen. Meridiane sind Bahnen, die Organen zugeordnet sind; so gibt es beispielsweise den Magen-Meridian oder den Herz-Meridian.

Akupunktur kann unterstützend auch in der Zahnheilkunde angewandt werden. Das Setzen von Akupunkturnadeln kann beispielsweise bei Geschmacksstörungen, entzündlichen Schleimhautveränderungen oder zur Reduktion des Würgereizes während der zahnmedizinischen Behandlung hilfreich sein. Außerdem können durch Akupunktur Verspannungen gelöst und damit Angstgefühle herabgesetzt werden.

Akupunktur gehört zu den alternativen Heilverfahren und ist in ihrer Wirkung anerkannt. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat eine Liste veröffentlicht, in welcher Indikationen aufgeführt werden, bei der die Anwendung von Akupunktur als sinnvoll erachtet wird.

Eine besondere Form der Akupunktur ist die Ohrakupunktur (Aurikuloakupunktur). Bei diesem Verfahren der Akupunktur wird die Ohrmuschel als Reflexzone des gesamten Körpers herangezogen.

Allergen

Stoff, der eine Allergie auslöst; Unter Allergenen versteht man Stoffe ganz unterschiedlicher Art (zum Beispiel Gräserpollen, bestimmte Metalle wie Nickel oder die Ausscheidungen der Hausstaub-Milbe), auf welche der Organismus überempfindlich reagiert, beispielsweise mit Hautausschlag, Kreislaufreaktionen, tränenden Augen, verstopfter Nase bis hin zu Asthma.

Allergologie

Allergologie umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung der durch Allergene ausgelösten Erkrankungen verschiedener Organsysteme. Unter Allergenen versteht man Stoffe ganz unterschiedlicher Art (zum Beispiel Gräserpollen, bestimmte Metalle wie Nickel oder die Ausscheidungen der Hausstaub-Milbe), auf welche der Organismus überempfindlich reagiert, beispielsweise mit Hautausschlag, Kreislaufreaktionen, tränenden Augen, verstopfter Nase bis hin zu Asthma.

Allgemeinmedizinische Grundversorgung

Unter allgemeinmedizinischer Grundversorgung wird die Behandlung und Versorgung verstanden, die der Patient mit seelischen oder körperlichen Gesundheitsstörungen erfährt, wenn er den Allgemeinmediziner als ersten Ansprechpartner aufsucht.
Dieser leistet beispielsweise mit
• körperlichen Untersuchungen
• Notfall-Erstversorgung
• Vorsorgeuntersuchungen
• Jugenduntersuchungen
• diversen EKG und Blutdruckmessungen
• Impfungen
allgemeinmedizinische Grundversorgung. Falls eine weiterführende Behandlung erforderlich ist, stellt der behandelnde Allgemeinmediziner Überweisungen an Fachärzte aus oder kooperiert mit anderen medizinischen Einrichtungen.

Alternative Zahnheilkunde

Die alternative Zahnheilkunde ist ein Bestandteil der Alternativmedizin. Diese bezeichnet Konzepte und Methoden, welche von der Schulmedizin abweichen. Bei den meisten Therapien der alternativen Zahnheilkunde fehlen aussagekräftige Langzeiterfahrungen, und es sind sehr unterschiedliche individuelle Reaktionen auf die Behandlung zu beobachten. Die Methoden der alternativen Zahnheilkunde können oftmals hilfreich sein, sind aber wissenschaftlich nicht anerkannt (siehe Leistungsspektrum der Praxis).

Amalgam

Metall-Legierung, die aus Silber, Zinn und Quecksilber besteht. Amalgam wird als Füllung für Löcher (Kariesfolge) benutzt. Es wird im weichen Zustand eingebracht und verdichtet. Nach der Aushärtung weist es eine große Stabilität auf, besitzt eine äußerst lange Haltbarkeit, ist bakterienfeindlich (Karies vorbeugend) und nicht zuletzt preiswert. Amalgam ist in den letzten Jahren in Verruf geraten. Eine breit angelegte Diskussion über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen hat zu Verunsicherung bei der Bevölkerung und der Zahnärzteschaft geführt. Internationale Studien weisen darauf hin, dass von Amalgam bei sachgerechter Verarbeitung keine begründeten Gefahren ausgehen. Die Verwendung von Amalgam ist nicht zuletzt auch wegen der gestiegenen ästhetischen Ansprüche der Patienten rückläufig.

Amalgamsanierung

Bei einigen besonders veranlagten Patienten zeigen sich schon nach kurzer Zeit Auflösungserscheinungen im Oberflächenbereich von Amalgamfüllungen. Da das dabei gelöste Quecksilber über den Verdauungsweg in alle Körperregionen gelangen kann, ist eine systematische Ausleitungstherapie zur Entgiftung des Körpers nötig, um Erkrankungen zu verhindern oder zu beenden. Die Erscheinungsbilder der möglichen Folgeerkrankungen sind vielfältig. Die bei Folgeerkrankungen notwendigen Behandlungen sind aufwändig; sie werden bezüglich Medikamentierung und Dauer für jeden Einzelfall individuell angepasst.

Ambulante Behandlung mit Narkose

Ambulante Behandlung bedeutet: der Patient wird in der Praxis behandelt und kann danach nach Hause gehen (im Gegensatz zur stationären Behandlung, bei der der Patient nach der Behandlung in einer Einrichtung – z. B. Klinik – verbleibt). Behandlungen, die unter Narkose durchgeführt werden, laufen oft nach der so genannten "ITN-Methode" (Information, Therapie, Nachsorge) in drei Schritten ab: Der erste Termin ist ein reines Informations-Gespräch zur Abklärung der notwendigen Behandlung. Der zweite Termin beinhaltet die eigentliche Therapie unter Vollnarkose, so dass der Patient nichts von der Behandlung mitbekommt. Moderne Narkoseverfahren ermöglichen eine kurzfristige Durchführung ohne langwierige Ausschlafphase; auch entstehen kaum Schmerzen oder Schwellungen. Der dritte Termin dient der Nachsorge.

Ambulante Versorgung

Das Wort "ambulant" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "spazieren gehen", "wandeln". Im Wortsinn ist die ambulante Behandlung also diejenige, zu der die Patienten hingehen, im Gegensatz zur stationären Behandlung. Die ambulante ärztliche Behandlung umfasst alle Tätigkeiten des Arztes, die zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten ausreichend und zweckmäßig sind.

Analgen

schmerzstillendes Mittel

Analgesie

Unempfindlichkeit gegen Schmerz; erzielt durch Schädigung oder künstliche Blockade der Schmerzleitung.

Analgetika

schmerzlindernde Arzneimittel

Analgosedierung

Schmerzausschaltung durch Medikamentengabe mit schmerzstillender und beruhigender Wirkung.

Anämie

Blutarmut

Anamnese

(griech.) = Erinnerung; Vorgeschichte des Patienten hinsichtlich seiner Krankheiten aber auch hinsichtlich seines sozialen (beruflichen, familiären) Umfeldes. Eigenanamnese: der Patient macht Angaben zu seiner eigenen Vorgeschichte. Fremdanamnese: andere Personen (z. B. Familienangehörige) machen Angaben zur Vorgeschichte des Patienten.

Anästhesie

Schmerzausschaltung. Es wird zwischen örtlicher und allgemeiner Anästhesie unterschieden. Die allgemeine Anästhesie betrifft den ganzen Körper und wird auch als Narkose bezeichnet.

Anatomie

Lehre vom Bau der Körperteile (Quelle: ZV)

Angina Pectoris

Anfallsartiges Engegefühl in der Brust, zusammen mit Atembeklemmungen. Wird ausgelöst durch Durchblutungsstörungen im Herzen.

Angio-

Wortteil: Gefäß-

Angiologie

Lehre der Blut- und Lymphgefäße

Angst- und Hypnosetherapie

Behandlungsmethoden, die zur Überwindung von Angstzuständen oder Phobien des Patienten eingesetzt werden. In jüngerer Zeit werden in zunehmenden Maße Therapien entwickelt, die auf die besonderen Probleme von Angstpatienten abgestimmt sind.

Angstpatienten

Bezeichnung für Menschen, welche Angst vor medizinischen Behandlungen haben. Die Angst vor zahnmedizinischen Behandlungen kommt sehr häufig vor: Jeder fünfte Erwachsene hat Angst vor dem Zahnarztbesuch (in unserer Praxis verwenden wir mehrere Methoden, um auf Angstpatienten effektiv einzugehen. Sprechen Sie uns an, wir nehmen uns gerne Zeit für Sie, um Ihnen verschiedene Methoden vorzustellen).

Anomalie

Abweichung von der Regel

Antibiotikaresistenz

Unempfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika; der häufige Einsatz von Antibiotika kann zu einer zunehmenden Resistenz (Widerstandsfähigkeit, Unempfindlichkeit) der Bakterien führen.

Antibiotikaresistenz

Unempfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika; der häufige Einsatz von Antibiotika kann zu einer zunehmenden Resistenz (Widerstandsfähigkeit, Unempfindlichkeit) der Bakterien führen.

Antibiotikum

Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten durch Bakterien; gegen Virusinfekte helfen Antibiotika nicht.

Antihypertonica

Mittel zur Behandlung des Bluthochdrucks

Aphasie, Broca-Aphasie, Wernicke-Aphasie

Zentrale Sprachstörung nach (weitgehend) abgeschlossener Sprachentwicklung; Die Sprachstörung ist die Folge einer Schädigung der Sprachregion in der sprachführenden Kleinhirnhälfte. Bei den meisten Menschen ist dies die linke Kleinhirnhälfte (= Hemisphäre).

Bei der Broca-Aphasie ist das Sprachverständnis meistens gut, aber die Sprachäußerung fällt schwer. Der Patient spricht eher im "Telegrammstil".

Bei der Wernicke-Aphasie ist das Sprachverständnis gestört. Oft gibt es einen großen Sprachfluss mit wenig Inhalt.

Behandlung: Ziel der Aphasiebehandlung ist es, die sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern bzw. zu normalisieren. Falls erforderlich, werden nonverbale Verständigungsmöglichkeiten geschaffen. Vor und während der Therapie werden verschiedene einheitlich gestaltete Untersuchungen durchgeführt.

Aphthe

entzündliche, schmerzhafte Schleimhautveränderung im Mund; oft als Begleitsymptom von Allgemeinerkrankungen

Apnoe

Atemstillstand

Applikation

Anwendung einer physikalischen Maßnahme bzw. Verabreichung eines Arzneimittels

Applikationsart

Art und Weise, in der eine physikalische Maßnahme angewendet bzw. ein Arzneimittel verabreicht wird

Applikationsort

Stelle des Körpers, an der eine physikalische Maßnahme bzw. ein Arzneimittel angewandt wird.

Approbation

Bewilligung; staatliche Zulassung als Arzt oder Apotheker

Approximalkaries

Meint die Zahnzwischenraumkaries und ist neben der Fissurenkaries die häufigste Kariesform. Die Zahnzwischenräume sind bei der Mundhygiene schlecht zugänglich; auch die natürliche Reinigung durch die Kaufunktion ist in den Zahnzwischenräumen weitestgehend unwirksam.

Apraxie

Unfähigkeit, erlernte Einzelbewegungen oder -handlungen zu einer Gesamtheit zusammenzufügen, obwohl Bewegungsfähigkeit gegeben ist.

Apraxie, ideatorische

Unfähigkeit, sinnvolle Handlungsketten sowohl auf Kommando wie auch automatisch auszuführen; Störung im Umgang mit Objekten.

Apraxie, ideomotorische

Unfähigkeit, Gesten und einfache Bewegungen nachzumachen

Arbeitstherapie

Arbeitstherapie ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei der Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird. Der Patient wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über. Bei Menschen, die aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Erkrankung in ihren Arbeitsfähigkeiten- und fertigkeiten beeinträchtigt sind, so dass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können, werden arbeitstherapeutische Behandlungsverfahren angewendet.

Arterie

auch "Schlagader"; "Pulsader"; In der Regel pulsierendes Blutgefäß, welches das Blut vom Herzen weg transportiert.

Arteriosklerose

Arterienverkalkung

Arthritis

Gelenkentzündung (unterschiedlichste Ursachen)

Arthrodese

operative Gelenkversteifung

Arthrografie

Röntgenaufnahme eines Gelenks, in das zuvor Kontrastmittel gespritzt wurde.

Arthrolyse

operative Wiederherstellung der Beweglichkeit versteifter Gelenke

Arthrose

Gelenkerkrankung (unterschiedlichste Ursachen)

Arthroskopie

Gelenkspiegelung mit einem speziellen Endoskop

Artikulator

Gerät zur Nachahmung von Kiefergelenksbewegungen

Arznei- und Heilmittelbudget

Das 1993 eingeführte Arznei- und Heilmittelbudget ist eine gesetzlich definierte „Obergrenze für die insgesamt von den Vertragsärzten veranlassten Ausgaben für Arznei-, Verband- und Heilmittel.“ (Quelle:ZVK)

Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz (ABAG)

Das Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz (ABAG) trat am 1. Januar 2002 in Kraft. Mit ihm wurden die Budgets abgeschafft, die bis dato die Ausgaben der Vertragsärzte für Arznei-, Verband- und Heilmittel gesetzlich begrenzten. Das ABAG ersetzt die Budgets durch Ausgabenvolumen und Zielvereinbarungen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen jedes Jahr neu mit den Landesverbänden der Krankenkassen verhandeln. Dabei richten sie sich nach Rahmenvorgaben, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung zuvor auf Bundesebene mit den Kassen vereinbart. (Quelle:ZVK)

Arzt / Ärztin mit Zusatzbezeichnung (oder „Zusatztitel“) Fachgebundene Psychotherapie

Ärzte und Ärztinnen, deren Schwerpunkt in der Behandlung somatisch (körperlich) Kranker liegt, können diese Zusatzbezeichnung erwerben. Im Rahmen der dazu erforderlichen Weiterbildung lernen sie, die psychosozialen Fragestellungen ihres Faches zu erkennen und Patienten oder Patientinnen entweder selbst psychotherapeutisch zu behandeln oder - etwa an einen Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie - zu überweisen.

Fachspezifische psychosoziale Fragestellungen sind etwa beim Urologen psychogene (psychisch bedingte) Störungen der Sexualfunktion, bei der Gynäkologin psychische Probleme im Zusammenhang mit Familienplanung und Schwangerschaft, beim Hausarzt psychogene Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen und vieles mehr. Die Zusatzbezeichnung darf der Arzt zusätzlich zu seiner Facharztbezeichnung führen. Die ärztliche Zusatzbezeichnung Fachgebundene Psychotherapie lautete bis 2003 „Zusatzbezeichnung Psychotherapie“.

Alle Ärzte und Ärztinnen mit Zusatzbebezeichnung (Fachgebundene) Psychotherapie, alle Fachärzte und Fachärztinnen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Fachärzte und Fachärztinnen für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Fachärzte und Fachärztinnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie werden auch unter dem Begriff Ärztliche Psychotherapeuten zusammengefasst. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie

Ataxie

Auftreten unkoordinierter Bewegungen als Folge der gestörten Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen.

Atemtherapie

Die Atemtherapie zählt zu den ganzheitlichen Methoden alternativer Heilverfahren. Der Mensch wird als Einheit (Körper und Psyche) betrachtet. Die Atem- und Entspannungstherapie wird zur Verbesserung der Entspannungsfähigkeit und Stimmungsaufhellung eingesetzt. Atemtherapie ist auch vorbeugende Maßnahme und hilft, den Alltag ruhiger und konzentrierter zu bewältigen. Weiterhin sind die Übungen der Atemtherapie sinnvoll bei Schlafstörungen, Atemrhythmusstörungen, Atemwegsschwierigkeiten und anderem. Kern der Atemtherapie ist das bewusste Wahrnehmen des eigenen Atemrhythmus\\', während der Körper in Bewegung ist, aber auch, wenn der Körper in Ruhe verharrt. Der Atem wird als Kraftquelle erfahren; Bewegungen im Rahmen der Atemtherapie führen dazu, dass der Atem freier fließen kann. Durch diese Therapie mit dem Atem werden Blockaden und Verspannungen gelöst und körpereigene Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt. Ein zentrales Merkmal der Atemtherapie ist, dass nicht bestimmte Techniken des Atmens im Vordergrund stehen, sondern die intensive Wahrnehmung des eigenen Atems mit allen Sinnen.

Augmentation

(lat.) Vergrößerung

Auskultation

Abhören der inneren Organe per Stethoskop

Aut idem

aus dem Lateinischen: "oder gleiches"; Ärzte können nur noch den Wirkstoff auf einem Rezept verordnen. Der Apotheker wählt aus der Palette entsprechender Medikamente mit dieser Substanz ein Präparat aus, ohne in die Therapie des Arztes einzugreifen.

Autismus

Angeborene, unheilbare Entwicklungsstörung, die sich zumeist bereits im frühen Kindesalter zeigt. Autismus äußert sich durch Störungen der Mimik, sowie der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, wobei die Betroffenen häufig unvermögend sind, mit anderen Menschen zu kommunizieren und Gesagtes richtig aufzufassen. Auch ständig wiederkehrende Verhaltensmuster (bspw. zwanghaftes Gegenstände-sortieren oder ständiges vor- und zurückwippen) prägen das Krankheitsbild. Hierdurch wird das Sozialverhalten enorm beeinträchtigt. Das Intelligenzniveau der Betroffenen reicht von geistiger Behinderung bis hin zu Hochbegabung.

Autogenes Training

Das Autogene Training beinhaltet Entspannungsübungen, die oft auch logopädische oder ergotherapeutische Behandlungen ergänzen. Autogenes Training ist eine Methode der Selbstbeeinflussung. Dabei wird das Ziel verfolgt, sich selbst in einen Zustand der Entspannung zu versetzen.